Freitag, 31. Dezember 2010

39 - MAITRI FÜR NEUROTIKER ?

The Mudra approach to theatre has a parallel in the Maitri project, which also got under way at this time.The idea for it arose from a discussion that Suzuki-roshi and I had concerning the need for a therapeutic facility for disturbed individuals interested in meditation. The Maitri approach to therapy involves working with different styles of neurosis through the tantric principles of the five Buddha families. Rather then beeing subjected to any form of analysis, individuals are encouraged to encounter their own energies through a meditation practice employing various posters in rooms of corresponding shapes and colours.

Chögyam Trungpa "Born in Tibet" p. 260

38 - KUNST

The fine arts in particular intrigued me. The manner in wich recent Western art cut through all hesitations to freely express whatever strange things came out of one´s head was certainly different from the oriental tradition in art.

Chögyam Trungpa "born in Tibet" p. 252

Sonntag, 21. November 2010

37 - ES FÄLLT MIR KEIN TITEL DAZU EIN

Die Mühe der Gegenwart, die Muße der Zukunft - ist das nicht ein fast selbstverständlich gewordenes Lebensgefühl der Leistungsgesellschaft ? Die Idee einer Entschädigung für Anstrengung und Leid in diesem Leben durch ein Paradies im Jenseits oder eine bessere Inkarnation bei der nächsten Wiedergeburt ist in den meisten Hochkulturen zu finden. Drückt sie aus, dass in allen die Last des "Unbehagens in der Kultur" zu schwer wurde ? Jedenfalls ist es wohl kein Zufall, dass die Industriegesellschaft mit ihrem Leistungsdenken und ihrem Wettbewerbszwang aus der christlichen Kultur hervorging, in der die Jenseitshoffnung schon immer eine große Rolle spielte.

Wolfgang Schmidbauer "Die Angst vor Nähe" p. 33




 
Dieses Foto entstand aus einer höchst verwirrten Situation: ich hatte das dringende Bedürfnis eine Runde durch den Wald zu drehen, eigentlich war`s aber schon zu finster dazu und plötzlich waren die Markierungen nicht mehr zu sehen und ich stand mitten im Wald nur mit Sternenlicht und ohne die leiseste Ahnung wie der Weg weitergeht. Zum Glück hatte ich - wie in fast allen Lebenslagen - meine Kamera mit und so konnte ich die Markierungen als Fotos sehen



Samstag, 23. Oktober 2010

35 - VORBEREITENDE LEKTÜRE AUF KARUNA TRAINING 2

Und nochmal Rosenberg zu einem besonders haarigen Thema:

"Aufgrund unserer Tendenz, in ein "Nein" oder ein "Ich-möchte-nicht ..." eine Zurückweisung hineinzuinterpretieren, ist es gerade bei diesen Botschaften sehr wichtig für uns, die Fähigkeit für eine empathische Reaktion zu entwickeln.

Nehmen wir solche Äußerungen persönlich, dann fühlen wir uns vielleicht verletzt, ohne zu verstehen, was im anderen tatsächlich vorgeht. Wenn wir jedoch das Licht unseres Bewußtseins auf die Gefühle und Bedürfnisse hinter einem "nein" richten, dann wird uns das Bedürfnis klar, das den anderen davon abhält, unseren Wünschen entsprechend zu reagieren"

Ich frage mich nur, wieso die Betrachtung der Gefühle und Bedürfnisse eines Menschen dann unbedingt dazu führen muss, dass der/die Betreffende so reagiert, wie man das gerne haben möchte. Klingt irgendwie manipulativ. Und im übrigen muss es ja auch möglich sein zu sagen "was du da willst, will ich aber nicht"

Freitag, 22. Oktober 2010

34 - VORBEREITENDE LEKTÜRE AUF KARUNA TRAINING :)

Marshal ROSENBERG
"gewaltfreie Kommunikation  p. 142

" Empathie für Stille

Schweigen ist für viele von uns die größte Herausforderung an unser Einfühlungsvermögen. Das gilt besonders dann, wenn wir uns verletzlich gezeigt haben und wissen möchten, wie andere auf unsere Worte reagieren. In solchen Augenblicken ist die Gefahr groß, dass wir unsere schlimmsten Ängste in den Mangel an Resonanz hineinprojizieren und vergessen, uns mit den Gefühlen und Bedürfnissen zu verbinden, die durch das Schweigen zum Ausdruck kommen.

Ich arbeitete einmal mit den Mitarbeitern eines Unternehmens, sprach über etwas sehr Bewegendes und fing an zu weinen.Als ich hochschaute, reagierte der Geschäftsführer auf eine Weise, die schwer anzunehmen war für mich: mit Schweigen.Er wandte seinen Blick mit einem Gesichtsausdruck ab, den ich als Abscheu interpretierte. Zum Glück dachte ich daran, meine Aufmerksamkeit auf das zu richten, was in ihm vorgehen mochte, und sagte:" Durch Ihre Reaktion auf mein Weinen habe ich den Eindruck, dass Sie empört sind und als Trainer für Ihre Mitarbeiter lieber jemanden hätten, der seine Gefühle besser kontrollieren kann."

Hätte er mit "ja" geantwortet, dann wäre es mir möglich gewesen, unsere unterschiedlichen Wertvorstellungen zu akzeptieren ohne irgendwie zu denken, dass mit mir irgendetwas nicht stimmt, weil ich meine Gefühle so ausgedrückt hatte wie kurz zuvor. Aber statt mit "ja" antwortete der Geschäftsführer mit "nein, gar nicht. Ich habe nur gerade daran gedacht, wie sehr sich meine Frau wünscht, dass ich weinen könnte." Er öffnete sich weiter und sprach davon, dass seine Frau, die sich gerade von ihm scheiden ließ, immer wieder darüber geklagt hatte, dass es sich mit ihm lebte wie mit einem Felsblock. "

Montag, 11. Oktober 2010

33 - SO stell ich mir das vor

"Es gibt nicht nur hundert oder fünfhundert, sondern noch viel mehr Laienanhänger, Männer wie Frauen, Schüler von mir, in Weiß gekleidet und sich an sinnlichen Freuden efreuend, welche meinen Anweisungen folgen, auf meinen Rat hören, Zweifel hinter sich gelassen haben, von Verwirrung frei geworden sind, Furchtlosigkeit erlang haben und in meiner Lehre unabhängig von anderen geworden sind."

Siddharta Gotama, Majihini-Nikaya

Dienstag, 31. August 2010

32 - direkte Wahrnehmung ?

Es ist nicht wahr, dass es für alles Worte gibt.Auch, dass man immer in Worten denkt ist nicht wahr. Bis heute denke ich vieles nicht in Worten, habe keine gefunden, nicht im Dorfdeutschen, nicht im Stadtdeutschen, nicht im Rumänischen, nicht im Ost- oder Westdeutschen. Und in keinem Buch. Die inneren Bereiche decken sich nicht mit der Sprache, sie zerren einen dorthin, wo sich Wörter nicht aufhalten können.
(...)
Wenn der Großteil am Leben nicht mehr stimmt, stürzen auch die Wörter ab
(...)
Dennoch der Wunsch: "Es sagen können"
(...)
Wenn ich erklären soll, warum für mich ein Buch rigoros ist und ein anderes flach, kann ich nur auf die Dichte der Stellen hinweisen (...) Stellen, die mir die Gedanken sofort dorthin ziehen, wo sich keine Worte aufhalten können.
(...) 
Das Kriterium der Qualität eines Textes ist für mich immer dieses eine gewesen: kommt es zum stummen Irrlauf im Kopf oder nicht.Jeder Satz mündet im Kopf dorthin, wo das, was er auslöst, anders mit sich spricht als in Worten.

Herta Müller "Der König verneigt sich und tötet" 

Donnerstag, 19. August 2010

31 -

"Sich öffnen, entspannen und loslassen"

15. August 2010, 21:43
Artikelbild: DIETER CHRISTOPH SINGER (49) ist Psychotherapeut, praktiziert seit seinem 20. Lebensjahr
Zen-Meditation. Er ist Zen-Lehrer in Wien und leitet Schweigewochen
unter anderem in Kroatien und im Lesachtal. 

 
  - Foto: privat

  • DIETER CHRISTOPH SINGER (49) ist Psychotherapeut, praktiziert seit seinem 20. Lebensjahr Zen-Meditation. Er ist Zen-Lehrer in Wien und leitet Schweigewochen unter anderem in Kroatien und im Lesachtal.

Einmal eine ganze Woche lang nichts reden und dabei trotzdem unter Menschen sein: Dieter Christoph Singer, Psychotherapeut und Zen-Lehrer im Interview

Standard: Wer entscheidet sich für eine Schweigewoche und warum?

Singer: Jeder Mensch hat Erfahrungen mit Stille, etwa in der Natur. Das sind oft sehr berührende Momente, und viele spüren die Kraft, die darin liegt. Doch Stille verflüchtigt sich schnell wieder. Die Menschen, die zum Schweigen zusammenkommen, bilden eine Gemeinschaft, die sie trägt. Allein kommt man viel leichter in Versuchung, sein Schweigen vorzeitig abzubrechen.

Standard:  Sind Lebenskrisen eine Motivation?

Singer: Kann sein, muss aber nicht. Es gibt in jedem Leben einen Punkt, an dem man sich fragt: War das jetzt eigentlich alles? Krisen geben da oft den Ausschlag. Oft ist die Motivation für eine Schweigewoche aber auch der Wunsch nach einer Einheit mit sich selbst und die Erfahrung, dass es etwas gibt, was über den eigenen Horizont hinausgeht. Stille ist eine Haltung, eine Achtsamkeit gegenüber sich selbst.

Standard:  Klingt religiös.

Singer: Schweigen hat in vielen Religionen Tradition, aber ist per se nichts Religiöses. Es geht darum, in eine Präsenz zu kommen, um Entspannung und Offenheit, die sich durch aufrechtes Sitzen und bewusstes Atmen einstellt.

Standard:  Bei Zen sitzt man viele Stunden. Ist das nicht auch rein körperlich schwierig?

Singer: Das aufrechte Sitzen, ohne sich dabei zu bewegen, hat sich über die Jahrtausende bewährt. Es öffnet, man sammelt sich, kann entspannen und loslassen. Eine gewisse Übung gehört natürlich dazu. Wer das lange Sitzen nicht schafft, kann auch liegen.

Standard:  Welche Rolle haben Sie in der Schweigewoche?

Singer: Ich begleite die Teilnehmer und mache Schweigen erfahrbar. Dafür gebe ich die Strukturen im Tagesablauf, orientiere mich an Zen-Traditionen. Sie schaffen einen äußeren Rahmen. Wer in die Stille geht, sollte stabil sein, um all die Gefühle, die entstehen, aushalten zu können. Stille kann ja auch Angst machen. Die Konfrontation mit sich selbst kann unerwartete Reaktionen hervorrufen. Wer will, kann aber täglich kurz mit mir sprechen.

Standard: Was ist das übergeordnete Ziel?

Singer:Das Herzstück des Schweigens ist, sich zu lösen von dem, was einen ständig beschäftigt und besetzt hält, und eine Welt wahrzunehmen, die im Alltag untergeht. In der Stille kann man sich selbst und die anderen sein lassen. Die Stille spricht von dem, was einen selbst in der Tiefe angeht, was einen berührt, wo man ganz man selbst ist. Das ist Lebensqualität. Paradox ist, dass, wenn das Denken zur Ruhe kommt, sich die Gedanken klären. Es gibt viele, die erzählen, dass sich nach einer Woche Schweigen Probleme lösen, viele haben aber einfach nur gute Ideen. Wenn Schweigen auf den ersten Blick auch als Einengung gesehen wird, so ist es eine Öffnung. Der Alltag erscheint in einem neuen Licht.

Standard: Wie oft sollte man schweigen?

Singer:Wer einmal erlebt hat, dass Stille ein Jungbrunnen für die Seele ist, will es nicht mehr missen. Idealerweise baut man eine halbe Stunde in den Alltag ein, legt alle drei Monate einen Schweigetag ein. Genaue Regeln gibt es nicht. Die meisten machen zweimal im Jahr eine Schweigewoche. 
(Karin Pollack, DER STANDARD, Printausgabe, 16.08.2010

Dienstag, 3. August 2010

30 -

Das prinzipiell Gute existiert nicht im Gegensatz zu irgend etwas Bösem in uns. Das Gute würde nicht erst dann in Erscheinung treten, wenn wir all unsere schlechten Gewohnheiten ausgerottet oder herausgefunden hätten, was unsere Eltern bei unserer Erziehung alles falsch gemacht haben, oder wenn wir schlank, schön und reich geworden wären oder unser Ideal einer vergeistigten Persönlichkeit verwirklicht hätten. Das prinzipiell Gute in uns ist nicht die "gute" Seite einer in Gut und Böse gespaltenen Welt.Wenn wir die Welt auf diese Weise einteilen - und sei es auch nur in Gedanken - stellen wir allen Dingen um uns herum automatisch Bedingungen und betrachten ein Ding als gut, wenn es diese Bedingungen erfüllt, und als schlecht, wenn es das nicht tut.

Doch das prinzipiell Gute ist un-bedingt , weil es nicht von irgendwelchen Begrenzungen, Beschränkungen oder Bedingungen abhängig ist. Es ist wie ein Felsen über den ein Fluss strömt. Der Felsen ist da, ob der Fluss warm oder kalt ist , ob er schnell oder langsam oder überhaupt nicht strömt

Jeremy Hayward "Heilige Welt" S.35

Sonntag, 20. Juni 2010

29 - HEILIGE AUS DER SICHT VON MILAN KUNDERA

"Soweit ich mich auf das verlassen kann, was die Lehrer uns erzählt haben, sahen die Christen im irdischen Leben nur ein Jammertal und freuten sich darauf, dass das wahre Leben nach dem Tode anfinge"

"Liebes Fräulein" sagte Bertlef "glauben Sie den Lehrern nicht"

"Und alle Heiligen" fuhr Olga fort "haben nichts anderes getan, als dem Leben zu entsagen.Statt einander zu lieben, geißelten sie sich, statt sich zu unterhalten wie wir, gingen sie in die Wüste, und statt sich telephonisch ein Abendessen zu bestellen, kauten sie Wurzeln."

"Sie verstehen die Heiligen überhaupt nicht. Es waren Menschen, die unendlich an den Genüssen des Lebens hingen, nur erreichten sie diese auf anderen Wegen.Was glauben Sie, ist für den Menschen der höchste Genuss? Sie können raten, würden aber schlecht raten, weil Sie nicht aufrichtig genug sind. Das ist kein Vorwurf,denn zur Aufrichtigkeit gehört Selbsterkenntnis. und zur Selbsterkenntnis ein gewisses Alter. Wie könnte ein Mädchen aufrichtig sein, das vor Jugend strahlt wie Sie ? Sie kann nicht aufrichtig sein, weil sie nicht einmal weiß, was in ihr steckt. Wüsste sie es aber, müsste sie mit mir übereinstimmen, dass der größte Genuss darin liegt, bewundert zu werden.

Olga gab zur Antwort, sie kenne bessere Genüsse.

"Das tun Sie nicht" sagte Bertlef "Nehmen Sie diesen Läufer, den hierzulande jedes Kind kennt, der dreimal hintereinander die Olympiade gewonnen hat. Glauben Sie, er habe den Freuden des Lebens entsagt ? Und dabei musste er zweifellos statt zu plaudern, zu lieben und zu schmausen, ständig auf einem Sportplatz im Kreis herum laufen. Sein Training sah dem sehr ähnlich, was unsere großen Heiligen getan haben.Makarios der Ägypter füllte, als er in der Wüste lebte, regelmäßig einen Korb mit Sand, band ihn sich auf den Rücken und wanderte damit viele Tage lang über die endlosen Ebenen, bis zur völligen Erschöpfung. Aber offensichtlich gab es für Ihren Läufer und für Makarios den Ägypter irgendeine große Entschädigung, die alle Mühen bei weitem wettmachte. Wissen Sie, was es bedeutet, den Beifall eines riesigen olympischen Amphitheaters zu hören ? (...) Der Heilige Makarios wusste genau, weshalb er einen Korb mit Sand auf dem Rücken trug. Der Ruhm seiner Rekordreisen verbreitete sich bald in der ganzen christlichen Welt (...) Der sehnliche Wunsch nach Bewunderung ist unstillbar.

Samstag, 15. Mai 2010

26 -

Was sind schon Kontemplationen zum Thema Tod und Vergänglichkeit gegen die von der Stadt Wien angebotenen Events anlässlich der LANGEN NACHT DER WIENER STADTWERKE (oder so ähnlich) :))




Montag, 3. Mai 2010

25 -

"The situations of fear that exist in our lives provide us with stepping stones to step over fear. On the other side of cowardice is bravery. If we step over properly, we can cross the boundary from being cowardly to being brave. We may not discover bravery right away. Instead, we may find a shaky tenderness beyond our fear. We are still quivering and shaking, but there is tenderness, rather than bewilderment."Chögyam Trungpa

Dienstag, 27. April 2010

24 - MACHO MEDITATION ?!?

Having embraced the "no pain, no-gain" approach, he worked very hard in retreats and willingly endured great physical discomfort until, after fifteen years of toughing it, he realized that macho meditation didn´t necessarily lead to freedom.

Once he became aware that he could stop struggling and relax, he started bringing his signature beach lounge chair to retreats. He still practiced with whole-hearted effort, but with the half-smile of a buddha.

"Remembering Don Flaxman" Buddhadharma fall 2009

Montag, 19. April 2010

23 - ES IST WAS ES IST - ES LO QUE ES

Erich Fried

Es ist Unsinn
sagt die Vernunft
Es ist was es ist
sagt die Liebe
Es ist Unglück
sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst
Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht
Es ist was es ist
sagt die Liebe
Es ist lächerlich
sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung
Es ist was es ist
sagt die Liebe


Es una tontería
Dice la razón
Es lo que es
Dice el amor
Es una desgracia
Dice el cálculo
No es nada sino dolor
Dice el temor
No tiene perspectivas
Dice el entendimiento
Es lo que es
Dice el amor
Es ridículo
Dice el orgullo
Es insensato
Dice la precaución
Es imposible
Dice la experiencia
Es lo que es
Dice el amor

Samstag, 10. April 2010

22 - KUNST


"Normalerweise ist die moderne Kunst an sich ein Ausdruck von Wachsamkeit und auch Zweifeln an der Gesellschaft. In China aber sind Kunst und Kultur ein Ausdruck von Macht.

Ich will neugierig bleiben. Ich nehme am Leben anderer teil und erzähle ihnen etwas von mir. Interaktionen bestimmen unsere Beziehung zur Welt, und ich möchte mehr von der Welt verstehen. Man muss sich erst bewegen, dann gibt es Reibung und Reaktion. Manchmal passiert dann etwas, womit wir nicht rechnen"


AI Weiwei, chinesischer Künstler und Regimekritiker
in Profil Nr 10 /2010

Freitag, 9. April 2010

21 - EGOLOSIGKEIT - EGOLESSNESS

Eine gute Annäherung an einen schwierigen Begriff ist es auch immer sich damit zu beschäftigen, was dieser Begriff NICHT meint..

Folgendes kann  zum Beispiel mit "Egolosigkeit"  nicht gemeint sein. Und falls doch, so wollte ich damit nichts zu tun haben :))

" Nichts behindert Bildungsprozesse mehr als Eltern und Lehrer, die aus Angst etwas falsch zu machen und von dem Wunsch getrieben, sich auf keinen Fall eine Blöße zu geben, jede persönliche Identität abgestreift haben und zu "Menschen ohne Eigenschaften" geworden sind. Identitätlose Unangreifbarkeit auf Kosten persönlicher Eigenart ist der Totengräber jeglicher Bildung und Erziehung."

Joachim BAUER "Lob der Schule" p. 28

Freitag, 26. März 2010

20 - TONGLEN


 Pema Chödrön
THE PRACTICE OF TONGLEN
In order to have compassion for others, we have to have compassion for ourselves.
In particular, to care about other people who are fearful, angry, jealous, overpowered by addictions of all kinds, arrogant, proud, miserly, selfish, mean —you name it— to have compassion and to care for these people, means not to run from the pain of finding these things in ourselves. In fact, one’s whole attitude toward pain can change. Instead of fending it off and hiding from it, one could open one’s heart and allow oneself to feel that pain, feel it as something that will soften and purify us and make us far more loving and kind.
The tonglen practice is a method for connecting with suffering —ours and that which is all around us— everywhere we go. It is a method for overcoming fear of suffering and for dissolving the tightness of our heart. Primarily it is a method for awakening the compassion that is inherent in all of us, no matter how cruel or cold we might seem to be.
We begin the practice by taking on the suffering of a person we know to be hurting and who we wish to help. For instance, if you know of a child who is being hurt, you breathe in the wish to take away all the pain and fear of that child. Then, as you breathe out, you send the child happiness, joy or whatever would relieve their pain. This is the core of the practice: breathing in other’s pain so they can be well and have more space to relax and open, and breathing out, sending them relaxation or whatever you feel would bring them relief and happiness. However, we often cannot do this practice because we come face to face with our own fear, our own resistance, anger, or whatever our personal pain, our personal stuckness happens to be at that moment.
At that point you can change the focus and begin to do tonglen for what you are feeling and for millions of others just like you who at that very moment of time are feeling exactly the same stuckness and misery. Maybe you are able to name your pain. You recognize it clearly as terror or revulsion or anger or wanting to get revenge. So you breathe in for all the people who are caught with that same emotion and you send out relief or whatever opens up the space for yourself and all those countless others. Maybe you can’t name what you’re feeling. But you can feel it —a tightness in the stomach, a heavy darkness or whatever. Just contact what you are feeling and breathe in, take it in —for all of us and send out relief to all of us.
Tonglen reverses the usual logic of avoiding suffering and seeking pleasure and, in the process, we become liberated from a very ancient prison of selfishness. We begin to feel love both for ourselves and others and also we being to take care of ourselves and others. It awakens our compassion and it also introduces us to a far larger view of reality. It introduces us to the unlimited spaciousness that Buddhists call shunyata. By doing the practice, we begin to connect with the open dimension of our being. At first we experience this as things not being such a big deal or so solid as they seemed before.
Use what seems like poison as medicine. Use your personal suffering as the path to compassion for all beings.

Dienstag, 16. März 2010

19 -

Nun gut, Hesse auf Englisch ist etwas hart, aber es geht ja um den Gedanken ....

The eye of desire dirties and distorts.  Only when we desire nothing, only when our gaze becomes pure contemplation, does the soul of things (which is beauty) open itself to us.
– Hermann Hesse

There is such a thing as unconditional expression that does not come from self or other.  It manifests out of nowhere like mushrooms in a meadow, like hailstones, like thundershowers.
– Chögyam Trungpa Rinpoche

Dienstag, 2. März 2010

18- The "Helper" Syndrome



One of the themes of practice is the gradual movement from a self-centered life to a more life-centered one.

But what about our efforts to become more life-centered—doing good deeds, serving others, dedicating our efforts to good causes? There’s nothing wrong with making these efforts, but they won’t necessarily lead us to a less self-oriented life. Why? Because we can do these things without really dealing with our “self.” Often our efforts, even for a good cause, are made in the service of our desires for comfort, security, and appreciation.

Such efforts are still self-centered because we’re trying to make life conform to our picture of how it ought to be.

It’s only by seeing through this self—the self that creates and sustains our repeating patterns—that we can move toward a more life-centered way of living.

Samstag, 13. Februar 2010

17 -

"No me interesa saber cómo te ganas la vida. Quiero saber lo que ansías, y si te atreves a soñar con lo que tu corazón anhela.

No me interesa tu edad. Quiero saber si te arriesgarías a parecer un tonto por amor, por tus sueños, por la aventura de estar vivo.

No me interesa qué planetas están en cuadratura con tu Luna. Quiero saber si has llegado al centro de tu propia tristeza, si las traiciones de la vida te han abierto o te han marchitado y cerrado por miedo a nuevos dolores.Quiero saber si puedes vivir con el dolor, con el mío o el tuyo, sin tratar de disimularlo, de atenuarlo ni de remediarlo sin fin.

Quiero saber si puedes experimentar con plenitud la alegría, la mía o la tuya, si puedes bailar con frenesí y dejar que el éxtasis te penetre hasta la punta de los dedos de los pies y las manos sin que tu prudencia nos llame a ser cuidadosos, a ser realistas, a recordar las limitaciones propias de nuestra condición humana.

No me interesa saber si lo que me cuentas es cierto. Quiero saber si puedes decepcionar a otra persona para ser fiel a ti mismo; si podrías soportar la acusación de traición y no traicionar así tu propia alma (...).
Quiero saber si puedes ver la belleza, aun cuando no sea agradable, cada día, y si puedes hacer que tu propia vida surja de su presencia.

Quiero saber si puedes vivir con el fracaso, el tuyo y el mío, y de pie en la orilla del Lago gritarle a la plateada forma de la luna llena:"¡SÍ!"

No me interesa saber dónde vives ni cuánto dinero tienes. Quiero saber si puedes levantarte después de una noche de aflicción y deseperanza, agotado y magullado hasta los huesos, y hacer lo que sea necesario para alimentar a tus hijos.

No me interesa saber a quién conoces ni cómo llegaste hasta aquí. Quiero saber si te quedarás en el centro del fuego conmigo y no lo rehuirás.

No me interesa saber, ni dónde, ni cómo ni con quién estudiaste. Quiero saber lo que te sostiene, desde el interior, cuando todo lo demás se derrumba.

Quiero saber si puedes estar solo contigo, y si en verdad aprecias tu propia compañía en momentos de vacío".

(De Oriah Mountain...de su libro "La invitación")